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ISA 2 / 2017 Thema dieser ISA: Soziale Herkunft und Bildungschancen - Deutscher Schulpreis 2017       Download der Zeitschrift Zum Inhaltsverzeichnis und zur früheren ISA
 
Flüchtlinge Neben einer grundsätzlichen Positionierung der GGG NRW zur Willkommenskultur und den  Herausforderungen für das Schulsystem finden Sie einen Beschluss des Bundesvorstandes.
Praxisbeispiele und Fortbildungsangebote könnten Hilfen für die Schulen sein.
Landtagswahl Die Themen der GGG NRW für die Landtagswahl: Schulentwicklung und Bildungsfinanzierung.                                       Weiter finden Sie hier die Wahlprüfsteine und die Antworten der Parteien.
Eine Schule für Alle Im Sinne einer gerechten Auslese lautet die Prüfungsaufgabe für Sie alle gleich: Klettern Sie auf den Baum!

Eine Schule für Alle

Eine Schule für alle Kinder

Die integrierten Schulen sind Schulen für alle Kinder – wie die Grundschule. Hier sind alle Kinder willkommen – jedes Kind ist anders und das ist gut so. Diese Vielfalt ist das "Salz in der Suppe", denn die Kinder können miteinander und voneinander viel lernen.

Integrierte Schulen in NRW zeichnen sich durch folgende Merkmale aus:

  • Die Schule nimmt jeden Schüler / jede Schülerin auf. Alle Kinder sind willkommen.
  • Sie umfassen mindestens die Jahrgänge 5 bis 10 (Sekundarschule). Sie können aber auch die Jahrgänge 5 bis 13 (Gesamtschule), oder auch 1 bis 10/13 (Primusschule) umfassen.
  • Die Schule führt zu allen Abschlüssen einschließlich des Abiturs.

Wenn Lernen gelingen soll, muss Schule für Kinder und Jugendliche ein sicherer Lernort sein; Angst erschwert das Lernen. Die Wertschätzung aller Heranwachsenden und die Verlässlichkeit der Erwachsenen sind entscheidende Voraussetzungen für angstfreies Lernen. Das wollen Gesamtschulen leisten. Deshalb:

  • Eine integrierte Schule sortiert keine Kinder aus, sondern will sie den individuellen Fähigkeiten entsprechend fördern und herausfordern.
  • Die Schülerinnen und Schüler bleiben im Sinne des längeren gemeinsamen Lernens möglichst lange zusammen.
  • Von Klasse 5 bis 9 gibt es kein Sitzenbleiben. Es gibt auch kein "Abschieben" auf eine andere Schulform. Nur in konkreten Einzelfällen – nach Beratung mit den Eltern – kann ein Kind aus besonderen Gründen eine Klasse wiederholen.
  • Schülerinnen und Schüler mit Lernschwierigkeiten erhalten spezifischen Förderunterricht.
  • Besonders leistungsstarke Schülerinnen und Schüler werden in ihrer Lerngruppe herausgefordert, im Einzelfall können sie eine Klasse überspringen.

Viele Heranwachsende brauchen Zeit, um zeigen zu können, was in ihnen steckt! Integrierte Schulen geben ihnen die Zeit. Ein Auf und Ab in der Entwicklung ist nicht ungewöhnlich. Die Frage nach dem jeweils bestmöglichen Schulabschluss wird deshalb für alle möglichst lange offen gehalten. Schule und Elternhaus arbeiten in dieser Frage eng zusammen.

Die Verfassung des Landes NRW legt im Artikel 10 fest:

"Das Land gewährleistet ein ausreichendes und vielfältiges öffentliches Schulwesen, das ein gegliedertes Schulsystem, integrierte Schulformen sowie weitere andere Schulformen ermöglicht."

In NRW gibt es folgende integrierte Schulformen:

Gesamtschulen

Die ersten Gesamtschulen starteten 1969. Inzwischen gibt es in NRW über 300 Gesamtschulen in NRW.

Die Gesamtschule hat immer eine gymnasiale Oberstufe und mindestens vier Parallelklassen in jedem Jahrgang. Sie ist eine Ganztagsschule.

Viele Gesamtschulen arbeiten ab Klasse 7 mit der sogenannten äußeren Fachleistungsdifferenzierung und bilden in bestimmten Fächern Kurse auf zwei Anspruchsebenen: Grund- und Erweiterungskurse in Mathematik und Englisch ab Klasse 7, in Deutsch ab Klasse 8 oder 9, Chemie oder Physik ab Klasse 9. Immer mehr Gesamtschulen gehen inzwischen dazu über, den Beginn der äußeren Fachleistungsdifferenzierung aufzuschieben oder ganz darauf zu verzichten.

Weitere Informationen zur Gesamtschule

 

 

 

Sekundarschulen

Seit 2012 gibt es in NRW Sekundarschulen. Die Zahl ist in nur drei Jahren auf über 120 gewachsen.

Die Sekundarschule umfasst die Jahrgänge fünf bis zehn. Sekundarschulen verfügen über mindestens eine verbindliche Kooperation mit der Oberstufe einer Gesamtschule oder der Oberstufe einer anderen Schulform. Damit ist sichergestellt, dass Eltern bei der Anmeldung genau wissen, wo ihr Kind das Abitur machen kann.

Die Sekundarschule kann integriert, teilintegriert oder kooperativ geführt werden. In der integrierten Form wird auf eine äußere Fachleistungsdifferenzierung gänzlich verzichtet.

In der teilintegrierten Form findet der Unterricht in einigen Fächern wie an der Gesamtschule auf zwei Leistungsniveaus statt.

Die Sekundarschule hat mindestens drei Parallelklassen in jedem Jahrgang und sie ist eine Ganztagsschule.

Weitere Informationen zur Sekundarschule

Gemeinschaftsschulen

2011 wurden als Schulversuch Gemeinschaftsschulen gegründet. Sie ähneln stark der Sekundarschule. Die noch bestehenden 10 Gemeinschaftsschulen sind bis zum Beginn des Schuljahrs 2020/21 in Sekundar- bzw. Gesamtschulen umzuwandeln.

Primusschulen

Im Schulkonsens wurde vereinbart einen Schulversuch zur Verlängerung der Grundschulzeit zu starten. Primusschulen sind Schulen, die die Jahrgänge 1 bis 10 umfassen oder auch bis zum Jahrgang 13 (mit gymnasialer Oberstufe) führen. An bis zu 15 Schulen soll erprobt werden, in welcher Weise die Arbeit der Grundschulen in die der weiterführenden Schulen einbezogen werden kann. Zum Schuljahr 2013/2014 wurde die erste PRIMUS-Schule in Minden errichtet, inzwischen gibt es landesweit 5 Primusschulen.

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